Trennkost - ein wichtiger Bestandteil gesunder Lebensweise
Als Grundlage einer gesunden Lebensführung sollte eine Diätumstellung auf naturgemäß zusammengestellte Kost stehen.
Die für die Menschen von der Natur vorgesehene Ernährungsform ist eine momentane Monokost (ein Produkt für einen Mahl). Am nähesten entspricht diesem Prinzip die Trennkostdiät, wobei Eiweiß und kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel getrennt verzehrt werden. Nur bei diesen Bedingungen können die komplizierten Verdauungsvorgänge reibungslos ablaufen.
Der übliche Mischkonsum dagegen führt zu Fehlverdauung, Gärungs- und Fäulnisprozessen, Beschädigung der Darmzotten, Entzündungen und der Ansiedlung der krankheitserregenden Bakterien im Darm.
Der Magen-Darm-Trakt ist ein kompliziertes chemisches Werk mit verschiedenen Abschnitten:
Mund, Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünn- und Dickdarm. Jede Abschnitt
hat seine eigene chemische Umgebung und ist von den anderen durch sensible Klappen
getrennt.
Die Verarbeitung und Verdauung jeglicher Art von Nahrung verläuft in der entsprechenden
Abteilung des Verdauungstrakts, wo sie nur mit ihr entsprechenden Enzymen, in
einer ihr entsprechenden pH-Umgebung und nur in der ihr entsprechenden Zeit verarbeitet
wird.
Der Grund und Sinn der getrennten Ernährung liegt darin, die Organe
des Verdauungstrakts nicht zu zwingen, saure und basische Elemente gleichzeitig
zu produzieren, da nach den Gesetzen der Chemie Säuren und Basen sich bei Kontakt
neutralisieren.
Da der Organismus während der Millionen von Jahren seiner Existenz zu einem
solch komplizierten System geworden ist, daß genau die Verdauungsenzyme und
Sekrete produziert werden, die ein bestimmtes Produkt spalten werden, sobald
man es sieht, sollte man Gerichte die die Produktion von Säure und Base gleichzeitig
anregen, vermeiden.
Die klinisch-wissenschaftlichen Studien bestätigen die positive Wirkung
des Trennkost nicht nur auf den Verdauungstrakt sondern auch auf dem ganzen
Körper. Im Buch "The hygienic system" beschreibt Herbert M. Schelton
die Experimente von Dr. Arthur Cason, die beweisen, dass der gleichzeitige Verzehr
von Kohlenhydraten und Eiweißen die Verdauung verlängert und zu ihrer
Unvollständigkeit führt. Das Resultat der Messung der Verdauungsgeschwindigkeit
und Stuhluntersuchungen zeigen, dass "sich die Eiweißverdauung im
Magen verzögert, wenn gleichzeitig stärke-(kohlenhydrat)-reiche Nahrung
aufgenommen wird. Bei der Untersuchung des Stuhls zeigten sich sowohl unverdaute
Stärkekörnchen als auch Eiweißstückchen und Fasern, während
bei getrennter Aufnahme von Eiweiß und Stärke keine derartige Rückstände
verblieben".
Aus der Studie ist auch zu entnehmen, dass ein falsch zusammengestelltes Menü
spätere Leberschäden nach sich ziehen kann, die mit den Konsequenzen
eines langandauernden Alkoholgenusses vergleichbar sind.
Bei der Entstehung von kolarektalen Karzinomen - in der letzten Zeit einige
der häufigsten bösartigen Tumoren - ist ein Zusammenhang mit der Verlängerung
der Passagezeit und der fett- und fleischreichen, ballaststoffarmen Kost gegeben.
Dr. H.L. Walb, der fast 20 Jahren die Wirkung der Trennkost erforschte, veröffentlichte
1984 eine Studie über das Verhalten pathologischer Serumwerte an verschiedenen
Krankheiten leidenden Patienten nach vier Wochen Trennkost. Es handelte sich
um Leukozyten, Kalzium, Leber- und Nierenwerte und Blutfette. Die Werte normalisierten
oder besserten sich in 80%-86% der Fälle. Auch die klinische Erfahrung
zeigt, dass bei vielen Krankheiten eine Diätumstellung auf Trennkost hilft,
schnellere und bessere Erfolge zu erzielen.
Besonders bei Erkrankungen des Magendarmtrakts spielt eine ausgewogene Diät,
die nicht schonend, sondern physiologisch richtig sein sollte, eine große
Rolle
Nun ein Beispiel:
Fleisch enthält Eiweiß, für dessen Verdauung saures Magensekret gebraucht wird.
Wenn wir dazu noch eine Scheibe Brot essen, welche Kohlenhydrate beinhaltet,
dann wird von den Speicheldrüsen basisches Sekret ausgeschieden. Im Magen treffen
sich Base und Säure und der Verdauungsprozeß wird gebremst, da eine bestimmte
Säuremenge mit einer entsprechenden Basenmenge neutralisiert wird.
Es ist nicht schwer zu verstehen: wenn bei uns im Magen eine Neutralisation
geschieht, bekommen wir am Endeffekt ein Stück faulende Masse, das dort schlecht
verdaut liegen bleibt bis zum Zeitpunkt an dem eine neue Portion der Magensäure
produziert wird (was jedoch große energetische Anstrengungen des ganzen Körpers
erfordert). Danach wird es in einer schlecht vorbereiteten Form in den Zwölffingerdarm
geliefert. Weiter bewegt sich dieses Stück durch alle weiteren Abschnitten des
Verdauungstrakts, jedoch mit einer immer größeren Abweichung von der Norm. Am
Ausgang wird es eine schrecklich stinkende Masse geben, da unterwegs alle Prinzipien
der normalen Verdauung verletzt wurden.
Also,
als Folge solcher Mischeinnahme verwandeln sich vollwertige Nahrungsprodukte
in Gift, das jeden Tag unseren Organismus schadet.
Die kolossalen Reservemöglichkeiten
des Körpers erlauben uns, jahrzehntelang unterschiedlichste Produkte, Gerichte
und ihre Kombinationen zu konsumieren ohne dafür gestraft zu werden. Aber die
Ressourcen des Organismus sind nicht grenzenlos; es tauchen Krankheiten auf
und der Mensch ahnt nicht, daß der Grund dafür der Verstoß gegen die natürlichen
Gesetze der Verdauung ist. Der Verstoß geht an keinem spurlos vorbei, die Befolgung
der Verdauungsgesetze aber erlöst uns vor schwerwiegenden Folgen der Verschmutzung
des eigenen Körpers durch Abfallprodukte der Nahrung. Deshalb werden die positiven
Effekte des Heilfastens und verschiedener Methoden der Körperreinigung ohne
die richtige Ernährung nicht dauerhaft stabil bleiben.
Praktische
Empfehlungen
Alle Gerichte, alle Arten von Produkten sollte man in drei Grundgruppen aufteilen:
- Eiweißprodukte, die
hauptsächlich mit Hilfe von Säure verdaut werden.
- Kohlenhydrate, verschiedene
Arten von Zucker und Stärke, die hauptsächlich von Basen, die durch die Mundspeicheldrüse
produziert werden, verdaut werden.
- lebende Produkte, vor allem pflanzlichen Ursprungs, die gleichzeitig Nahrungsstoffe
und die zu ihrer Spaltung benötigten Enzyme beinhalten.
| Eiweiße |
Fette
und lebende Produkte |
Kohlenhytdate |
| Fleisch
|
Kräuter |
Brot |
| Fisch
|
Früchte |
Getreide |
| Eier
|
Getrocknete
Früchte |
Kartoffel |
| Auberginen |
Gemüse (außer
Kartoffeln) |
Zucker
(Tee) |
| Bouillone |
Säfte |
Kompott |
| Pilze
|
Wassermelonen |
Honig |
| Bohnen |
Trockenwein |
|
| Nüsse,
Kerne |
Beeren
|
Marmelade |
|
Es wird empfohlen, folgende
Regeln der Ernährung zu beachten:
- Nur die Produkte der
ersten und zweiten Spalte bzw. der zweiten und dritten Spalte sollten zusammen
gegessen werden, nicht jedoch die der ersten und dritten Spalte. Also Eiweiße
(z.B. Fleisch, Fisch, Eier) und Kohlehydrate (z.B. Spaghetti, Kartoffel) sind
nicht miteinander verträglich.
- Fette führen zur verlangsamten
Verdauung von Eiweißen. Dieser Erscheinung kann durch die Einnahme von viel
frischem und grünem Gemüse entgegengewirkt werden
- Trinken sollte man nicht
während und auch nicht gleich nach dem Essen, sondern 15 Minuten vor oder
zwei Stunden nach der Nahrungseinnahme. Flüssigkeit, die während des Essens
getrunken wird, verdünnt die Magensäure und spült die noch nicht verdaute
Nahrung in die nächsten Abschnitte des Verdauungstraktes.
- Verzicht auf Milch ist
angebracht, da für deren Verdauung bei einem erwachsenen Menschen keine Enzyme
bestehen.
- Verzicht auf Hefe-Brot.
- Verzicht auf die Einnahme von Fleischbouillons. Bouillon ist eine Lösung
von Eiweißen, die durch das Kochen von Knochen oder Fleisch erzeugt wird.
Für die Spaltung dieser Eiweiße verbraucht der Körper viel mehr Energie als
für die Verdauung von Fleisch. Die nicht gespalteten Eiweiße kommen vom Darm,
daher direkt ins Blut und beeinträchtigen die Leber und das Immunsystem.
- Vermeidung von
Desserts, besonders von Eis.
Das oben Beschriebene ist weit von unseren Gewohnheiten entfernt und nicht
jeder wird es schaffen, sich sofort auf dieses Ernährungssystem umzustellen. Unser
Ziel ist es zu helfen, die Prinzipien der richtigen Ernährung zu verstehen, was
auch weiter helfen kann, die Nahrung richtig zu kombinieren und das eigene Menü
etwas einfallsreicher zu gestalten.
Wer sich wünscht, auch auf Dauer beschwerdenfrei zu leben, für den ist
außer der verbesserten Ernährung auch eine adäquate Lebensführung
mit angemessenen körperlichen Betätigungen und regelmäßigen
Entschlackungskuren (Heilfasten, Darmentschlackung usw.) nötig.
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